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SUMMARY:Lesung: Jürgen Wiebicke - Sieben Heringe
DESCRIPTION:\n\n\n\n\n\n\n\n\nSieben Heringe - Meine Mutter\, das Schweigen
  der Kriegskinder und das Sprechen vor dem Sterben\n\nDonnerstag\, 20. Okt
 ober 2022\, 19.30 Uhr \nChristuskirche Flüren (Marsstr. 1\, Wesel-Flüren
 )\n­\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n­\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n­\n­\n­\n\n\n
 ­\nWas wissen wir wirklich über das Leben unserer Eltern\, der Kriegskin
 der? Wann ist der richtige Zeitpunkt\, zum Archäologen des eigenen Lebens
  zu werden und die Eltern zu befragen? Jürgen Wiebicke folgt den Berichte
 n seiner Eltern\, die konfrontiert mit dem Tod von einer radikalen Offenhe
 it getrieben sind und ihre Erlebnisse nicht mehr für sich behalten wollen
 . »Man hat den Tod eines Menschen mit dem Brand einer Bibliothek verglich
 en. Bestimmte Geschichten können anschließend nicht mehr erzählt werden
 . In dieser Hinsicht ist der Tod ein einziger Skandal\, ein großer Vernic
 hter«. Als sich für die Mutter von Jürgen Wiebicke das Lebensende abzei
 chnete\, wollte er es besser machen als beim Tod des Vaters. Mit beiden f
 ührte er – in dieser Intensität zum ersten Mal – Gespräche über de
 ren Leben und Erfahrungen\, damit die Erlebnisse der Generation\, die Krie
 g und Nationalsozialismus als Jugendliche miterlebt hat\, nicht mit dem To
 d verschwinden. Doch nur bei der Mutter schrieb er mit. Alles aufzuschreib
 en scheint besonders wichtig\, weil die Geschichtsleugner und Hassbereiten
  wieder aus den Löchern kriechen\, während die letzte Generation der Zei
 tzeugen abtritt. Liegt das auch daran\, dass Zyklen von Krieg und Frieden 
 mit verblassender Erinnerung zusammenhängen?\nJürgen Wiebicke erzählt e
 xemplarisch von einer Generation\, die den Krieg mit voller Wucht abbekam\
 , und zieht die Parallelen zur heutigen Zeit. Und er schreibt über das St
 erben und den Tod in der heutigen Gesellschaft\, für die der Umgang mit d
 em Thema Endlichkeit immer problematischer wird.Jürgen Wiebicke\, geboren
  1962\, studierte in Köln Philosophie und Germanistik. Im Anschluss daran
  volontierte er beim Sender Freies Berlin und war dort Redaktionsleiter. S
 eit 1997 arbeitet er als freier Journalist\, vor allem für den Hörfunk (
 Deutschlandfunk / WDR5) Bei WDR 5 moderiert er jeden Montagabend »Das phi
 losophische Radio«\, die einzige interaktive Philosophie-Sendung im deuts
 chsprachigen Hörfunk. 2012 gewann er den Medienethik-Preis META der Hochs
 chule für Medien Stuttgart. Er gehört zu den Programm-Machern des intern
 ationalen Philosophie-Festivals »phil.Cologne«. 2013 erschien sein Buch 
 »Dürfen wir so bleiben\, wie wir sind? Gegen die Perfektionierung des Me
 nschen – eine philosophische Intervention«\, 2015 folgte: Zu Fuß durch
  ein nervöses Land. Auf der Suche nach dem\, was uns zusammenhält\,  20
 17 dann „Ein Leitfaden für Demokratie-Retter“\, Ende 2021 folgten dan
 n die „Sieben Heringe“.\n\nWir freuen uns auf ein Wiedersehen.\n­\n\n
 \n­\n­\n­\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n­\n\n\nImpressum:
 \nr(h)ein-kultur-welt e.V.\nFasanenweg 4\n46487 Wesel\n\n\n\n\n\n\n
CATEGORIES:Literatur
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